Wohnkonzepte mit Zukunft

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Wie wollen wir wohnen? Wie werden wir wohnen?

Heute – morgen – übermorgen. Wohnwünsche und Realitäten verändern sich mit der Lebenssituation. Kunden der GWS und Wohnungssuchende sprechen am Runden Tisch mit Marktforscherin Claudia Brandstätter über Trends, Wertewelten und Bedürfnisse. Themen wie die Stadtteilentwicklung und die Grätzel-Atmosphäre im Kreativviertel Lend kamen dabei ebenso zur Sprache wie der Umgang mit Mobilität und die Bandbreite der Projekte der GWS.

Was sind die Faktoren bei der Suche nach einer Eigentumswohnung?
Melanie Stadlober: Wir mieten zurzeit, haben aber als Investition in die Zukunft und als Anlage eine Eigentumswohnung gesucht. Ausschlaggebend war die Lage – im Grünen und doch mit einer guten Anbindung zur Uni. Auch ein Parkplatz war uns wichtig.

Alexander Fragner: Der starke Anstieg der Mieten war auch ein Argument für den Kauf.

Robert Schaar: Ich wohne in einer GWS-Wohnung und habe auch bereits mehrere Wohnungen zur Weitervermietung gekauft. Bei der Entscheidung für meine eigene Wohnung war die ruhige, schöne Gegend ausschlaggebend – letztlich zählen beim Werterhalt eines Objekts immer noch die drei „L“, nämlich Lage, Lage, Lage! Daher wichtig: Infrastruktur wie öffentliche Verkehrsmittel, Supermärkte und Stadtnähe. Die Ansprüche verändern sich aber mit den Jahren.

Stephan Gogg: Ich bin mit meiner Mietwohnung zu 100% zufrieden. Daher ist es für mich sehr schwierig das richtige Kaufobjekt zu finden. In den letzten 10 Jahren habe ich aber rund 70.000 Euro an Miete bezahlt – Geld, mit dem man schon eine Basis für den Erwerb einer Wohnung hätte. Ich habe mir kürzlich das GWS-Projekt Grüne Gasse angesehen, weil der Bezirk Lend ein junger, urbaner Bezirk ist. Die Wohnung muss hell und westseitig gelegen sein und über eine Terrasse oder Gartenfläche verfügen.

Das sind sehr unterschiedliche Zugänge – schafft man es alle zu befriedigen?
Martina Haas: Die GWS versucht in fast allen Bezirken von Graz vertreten zu sein, so können wir eine gewisse Vielfalt anbieten – von der Innenstadt- bis zu zur Stadtrandlage. Auch innerhalb eines Objekts lassen sich viele Bedürfnisse befriedigen. Da gibt es die Gartenwohnung, die Wohnung mit Balkon, das Penthouse – damit werden viele verschiedene Wertewelten abgedeckt.

Stichwort Wertewelten – wie haben sich diese verändert?
Claudia Brandstätter: Kauf ist nach wie vor „in“! Verändert hat sich aber ganz klar die Flexibilität. Ist man früher in der Wohnung, in der man mit 50 gelebt hat, bis zum Lebensende geblieben, ziehen heute viele mit 60, 70 ein weiteres Mal um. Faktoren wie Grünraum, gute Anbindung, vorhandene Parkplätze, stehen ganz oben, oftmals widersprüchlich: Wir suchen die Top-Lage, sie soll im Grünen sein und ruhig, aber dennoch zentral und bestens erreichbar.

Ist die Wohnung für immer überhaupt zu finden?
Brandstätter: Die Wohnung ja, die Bewohner nicht. Es gibt ja vielfältige Möglichkeiten der Nutzung. Man kann eine Eigentumswohnung auch mal vorübergehend vermieten oder es ziehen die Kinder ein, mit Studienkollegen als WG oder bereits als junge Familie. Durch Sharing-Modelle wie airbnb ist es auch möglich, etwas Größeres anzuschaffen und vorerst zu vermieten bis ich selbst Bedarf habe und mir diesen leisten kann.

Nochmal zu den Entscheidungskriterien – was spricht für eine bestimmte Gegend?
Stadlober/ Fragner: Wir kommen beide aus Kärnten und vermissen in Graz den See und die Natur. Bei unserer derzeitigen Wohnung in Lend haben wir vor unserem Balkon viel Freiraum, da war uns anfangs alles andere nicht so wichtig. Auch wenn uns die ältere Generation vor dem Bezirk „gewarnt“ hat.

Gogg: Das ist ein belebter und durchmischter Bezirk im Vergleich z.B. mit dem Bezirk Geidorf, wo ich mir das Wohnen weder leisten kann noch will.

Brandstätter: Jede Lage hat ihr Image, so gilt etwa Geidorf als alt, gesetzt und langweilig. Aber Lagen kommen und gehen. Wenn eine Lage allerdings einen Imagegewinn verzeichnen kann, rutscht sie in ihrem Wert nie wieder dorthin zurück, wo sie einmal war. Wertbeständigkeit ist schließlich ein wichtiges Kriterium beim Wohnungskauf.

Schaar: Man muss ja nicht sein Leben lang im gleichen Bezirk bleiben – die Ansprüche ändern sich.

Viele in meinem Bekanntenkreis haben mit 60, 70 noch einmal die Wohnsituation geändert, z. B. weil die Häuser zu groß wurden. Lieber kauft man sich eine Neubauwohnung, da hat man 20 Jahre eine Ruhe. Noch dazu, wo die Kinder die Häuser oft nicht wollten.

Gogg: Meine Eltern wohnen am Land, mein Bruder ist in Wien, wir werden das Haus wahrscheinlich nie bewohnen.

Brandstätter: Das ist keine Überraschung, denn obwohl ein Drittel der Erbschaften Immobilien ausmachen, werden diese von weniger als 15% der Erben bewohnt.

Wäre das Grätzel so wichtig, dass Sie z.B. auf Morgensonne verzichten würden?
Gogg: Nein, der Arbeitsweg ist sowieso immer gegeben. Ideal ist eine zentrale Lage, die gut mit dem Auto erreichbar ist, abhängig von der Gestaltung des Lebensalltags. Bin ich primär zu Hause, ist das Grätzel egal.

Schaar: Je älter man wird desto wichtiger wird die Nähe zum Job, die Ruhe. Für Anlegerwohnungen ist die richtige Gegend ein Kaufargument. Schließlich sind der Werterhalt bzw. die Wertsteigerung das Wichtigste bei so einer Investition. Die Rendite ist für mich eher vernachlässigbar. Es gibt aber auch Anleger, die strärker auf die Rendite schauen.

Stadlober/ Fragner: Auch für uns war es wichtig, dass das Geld nicht weniger wird, wenn ich in Zukunft verkaufen will, um ein Haus zu bauen.

Claudia Brandstätter: In dieser Hinsicht ist es wichtig mit wem man investiert. Sicherheit ist beim Wohnungskauf ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Und bis man diese Sicherheit hat … Wie lange dauert ein Entscheidungsprozess?
Schaar: Ich hab schon länger geschaut, so ca. ein Jahr. Bei kleineren Bauträgern, die oft in nicht so bevorzugten Lagen bauen und billiger ausstatten, kann man billiger kaufen. Ich hab mich aber für die GWS entschieden, weil es eine werterhaltende Investition ist.

Gogg: Freunde haben vor rund einem Jahr mit der Überlegung begonnen, eine Wohnung zu kaufen, das hat uns auch angespornt. Bislang sind wir aber noch nicht fündig.

Stadlober: Als wir uns zum Wohnungskauf entschlossen hatten, ging eigentlich alles ganz schnell. Auf das Projekt Waltendorf sind wir dabei zufällig gestoßen. Glücklicherweise wurde kurz darauf wieder eine Wohnung zum Verkauf freigegeben. Wir haben sofort zugeschlagen.

Leistbarkeit ist heute oft gefallen – was ist leistbar?
Brandstätter: Leistbarkeit ist, wenn Wohnen die Lebensqualität erhöht und nicht verringert. Sie ist nicht in Euro festzumachen.

Fragner: Vernünftige Wohnungen in Velden und Umgebung sind sehr teuer, da hat mein Vater z.B. lieber in Graz investiert.

Schaar: Jeder muss entscheiden „Was ist mir das Wohnen wert?“. Wohne ich lieber schön oder fahre ich mit dem Geld lieber öfter, teurer auf Urlaub? Es wird aber auch in Zukunft immer Leute geben, die sich Immobilien leisten können. Im internationalen Vergleich leben wir in Graz noch günstig.

Apropos Zukunft: Wie sieht die Wohnung der Zukunft Ihrer Meinung nach aus?
Haas: Wohnen ist ein Emotionsthema. Man wohnt zuerst in seiner eigenen Haut, die zweite Haut ist quasi die Wohnung – sie soll Sicherheit, Geborgenheit, ein Wohlfühlklima bieten. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

Schaar: Immer kleiner! Unsere eigene Wohnung hat noch 120 m², heute findet man kaum mehr Wohnungen über 100 m². Da spielt auch die Leistbarkeit eine Rolle. In anderen Gegenden Österreichs sind die Quadratmeterpreise schon jetzt wesentlich höher. Gute Schnitte werden wichtiger.

Gogg: Die Wohnung sollte „umbaubar“ sein. Ein Grundriss, der im Nachhinein umgestaltbar ist, z.B. für ein zweites Kind, bedeutet Flexibilität. Dieser Anspruch betrifft auch das Inventar, das modular einsetzbar sein muss.

Wie gehen Sie mit dem Thema Mobilität um?
Fragner/ Stadlober: Es ist wichtig, dass mindestens ein Parkplatz bei der Wohnung dabei ist, obwohl einem die Problematik des Parkens nicht bewusst ist, wenn man vom Land kommt.

Schaar: Auch Besucherparkplätze sind wichtig – wir haben 20, heute gibt es oft nur noch einen.

Brandstätter: Parken ist Bequemlichkeit und damit untrennbar mit dem Wohnen verbunden.

Haas: Die Themen Mobilität und Kosten sind natürlich eng miteinander verbunden. Durch kurze Wege und eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz spart man Zeit, Nerven und vielleicht sogar die oft unterschätzten Kosten für ein (zweites) Auto. Dahingehend sind viele Menschen sensibilisiert. Sie denken nachhaltiger und gehen bewusster damit um. Mit unseren Neubauprojekten in zentralen Stadtlagen wie z.B. der Grüne Gasse entsprechen wir diesem Trend bei der Wohnungssuche.


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GWS Gemeinnützige Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen m.b.H.
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